Oymira
| Oymira saba Fatih | |
|---|---|
| Spezies | Mensch |
| Profession | Spionin |
| Kultur | Novadi |
| Geburtsort | Oase Terekh |
| Wohnort | N/A |
| Geburtstag | N/A |
| Alter | 24 |
| Aussehen | Schwarze, lange Haare, schwarze Augen |
| Erster Auftritt | S4E9-Der Sklavenmarkt |
Oymira saba Fatih ist eine Amadahim.
Hintergrund
Vorgeschichte
Oymiras Herkunft, Eltern und Kindheit
Die Oase Terekh in der Wüste Khom ist ein Beispiel dafür, dass Tradition und Familie einen festen Sitz im Herzen der Novadis haben. Stolze Söhne des Einen und schöne Töchter der 9 Frauen des Alleinen leben gemeinsam, teilen Zelt und Brot und ehren die Tradition. Doch inmitten der Sippe der Beni Terkui wird nicht nur die Tradition gehütet, die dem Rashtulla-fürchtigen Kindern der Wüste innewohnt, sondern auch etwas anderes Altes. Böses. Eine geheime Bruderschaft, so alt, dass niemand mehr genau die Ursprünge kennt oder weiß, was von den mündlichen Überlieferungen Sage und Realität ist, bewacht ein Relikt aus uralten Zeiten – das Herz des Dämonenfürsten Azok. Vor den Augen unwissender verborgen und vor den Mächten des Bösen versteckt, um uralte Gräuel am Erwachen zu hindern, ruht das Herz in den Gewölben eines Hauses, das nach außen hin unscheinbar wirkt. Weitergegeben von Vater zu Sohn, von Bruder zu Bruder, niemals niedergeschrieben, geflüstert nur, ist das Geheimnis nur jenen bekannt, die unter dem Zeichen des Wolfes stehen. So auch dem aufstrebenden, klugen und begabten Krieger Fatih ibn Sulmahadim, Sohn des hiesigen Anführers der Bruderschaft Sulmahadim Al‘dhib Al’sahra („Wüstenwolf“). Schon früh zeichnete sich ab, dass er die Bürde seines Vaters, die Bruderschaft zu führen, ehrenvoll und weise übernehmen würde. Sein Kampfstil mit 2 Kunchomern war schon ausgefeilt, als der Bart des jungen Mannes noch nicht einmal gänzlich sein Gesicht schmückte und noch einzelne flaumige Stellen aufwies. Dennoch führte er die Klingen nie ohne Verstand, sondern klug wählte er stets zunächst eine Lösung über einen Diskurs. Fatih ibn Sulmahadim war der Stolz seiner Sippe und als er die wunderschöne, tugendhafte Leyla in seinem 27. Lebensjahr zur Frau nahm glaubte ein jeder, dass seine Söhne die stolze Tradition fortführen und die Bruderschaft unter ihrem Zelt hüten würde. Doch Rashtullas Wille war ein anderer. In der 8. Nacht des 4. Götternahmens nach dem 5. Rashtullelah zerrissen Schreie die Dunkelheit Tereks. Zuerst die Schreie einer gebärenden Frau. Schmerzensschreie. Schreie der Verzweiflung. Des Todeskampfes. Dann der Schrei eines neugeborenen Kindes. Die Nacht, in der Fatih hoffte, Rashtulla würde ihm einen Sohn schenken, nahm ihm beinahe seine geliebte Leyla, die mit den Füßen voran eine Tochter zur Welt brachte: Oymira. Als wollte sie bereits mit dem ersten Betreten von Dere nicht den Traditionen entsprechen, war ihre Geburt ungewöhnlich. Mutter und Kind waren schon beinahe auf der Schwelle zum ewigen Zelt des Allvaters, doch die kleine Kämpferin gab offenbar nicht auf. Sie überlebte nicht nur die schwere Geburt, die ihrer Mutter den Schoß unwiederbringlich zerriss und jede Hoffnung auf einen Sohn ihrerseits zunichte machte, sondern auch die schweren ersten Wochen, in denen es Leyla unmöglich war ihrer Tochter genügend Milch zu geben. Eine Amme, die Frau von Fatihs jüngerem Bruder, die kurz vor Oymiras Geburt ihren Sohn Faramud zur Welt gebracht hatte, half aus. Fatih hätte seine Frau zugunsten einer anderen Frau verlassen können, um den erhofften Sohn zu zeugen, doch seine Liebe zu Leyla, seine Tugendhaftigkeit und vor allem sein wachsender stolz auf die kämpferische, tapfere Tochter, die sich bereits als Säugling weigerte einfach aufzugeben und angesichts der widrigen Umstände zu sterben, hielten ihn davon ab. Und er sollte Recht behalten. Die kleine Oymira wuchs als munterer Wildfang auf, der sich nicht zu Scheu war einer Balgerei mit ihrem Milchbruder Faramud auszuweichen, sich mit anderen und größeren anzulegen und um ihren Platz stritt. Sie vergötterte ihren Vater und beobachtete ihn off beim Training mit den Kunchomern. Das Herz der Mutter setzte oft aus, wenn sie ihre 4-jährige dabei erwischte, wie sie die Übungen ihres Vaters zunächst mit Stecken nachahmte und sich eines Tages in einem unbeobachteten Moment tatsächlich eines der Krummschwerter Fatihs bemächtigte. Der Vater hingegen sah ihr Potential und erzählte ihr des abends Geschichten über Helden, die Dämonen besiegten, tapferen Kriegern und ihren stolzen Söhnen. Kurz vor ihrer Leila ash’Shaya sagte sie zu ihrem Vater, dass sie auch einer dieser stolzen Söhne sein würde. Ihre Mutter wollte si schon eines Besseren belehren und ihr ihre Rolle als Frau nahelegen, doch der Vater erhob den Finger um sie zum Schweigen zu bringen. „Du, meine kleine Wüstenblume, wirst morgen deine Juwelen gestochen bekommen. Bist du so tapfer wie immer, lässt keine Träne deinem Auge entkommen, kein Winseln deinen Lippen entfleuchen und kein Zucken deine Muskeln zur Flucht animieren, tust du all dies und willst es so, dann werde ich dich unterweisen. Ich werde dich das Kämpfen lehren, auf dass du deine Amahda bestehst und den Platz an meines Sohnes statt einnehmen wirst.“ Mit diesen Worten im Herzen zeichnete sich Oymira als Tapferste der Nacht der Juwelen aus und beschritt den Weg, den ihr Vater ihr aufgezeigt hatte. Dennoch. Oymira war ein Mädchen. Als einzige unter vielen Jungs, unter anderem ihrem Cousin Faramud, musste sie schnell lernen, dass sie nicht nur das gleiche schaffen musste wie alle um sie herum, sondern das dreifache für die gleiche Anerkennung. Zwischen ihr und ihrem Milchbruder entbrannte eine Art Rivalität, in der Oymira ihn zu beneiden begann, was er alles schneller bekam und schaffte. Jahr um Jahr kämpfte sie. Trainierte. Strengte sich an. Ihr Neid auf Faramud wuchs, fürchtete sie doch mit der Zeit, sollte sie ihre Amadah nicht bestehen, dass er an ihrer Stelle ihrem Vater als Oberhaupt der Familie folgen würde. Ihr größter Antrieb jedoch war es stets ihrem Vater der Sohn zu werden, er ihm durch ihre Geburt verwehrt wurde. Mit 16 war es soweit. Ihre Amadah wollte beweisen, dass sie es wert war einem Mann gleichgestellt zu sein. Gemeinsam mit ein paar anderen sollte sie eine Khoramsbestie erlegen, die an einem Wasserloch auf dem Weg nach Terek den Händlern zu schaffen machte und ihr Leben bedrohte. Was dort genau vor sich ging ist noch immer Oymiras Geheimnis, doch man fand sie dem Tode nahe als einzige Überlebende, umgeben von den zerfetzten Leibern der anderen, unter ihnen ihr Cousin Faramud, und 2 erschlagene Khoramsbestien.
Die Bruderschaft
Trotz des nicht ganz so großen Ruhmes wie erwartet war Oymira nun eine Amadahim, die den Platz als mündiges Mitglied der Sippe bei ihrem Vater aufnahm und ihre Kunchomer in seinen Dienst stellte. Eines Tages bemerkte sie, dass Fatih hin und wieder einfach verschwand. Der Frage wich ihr Vater stets aus, so folgte sie ihm schließlich eines Nachts ungesehen. Was sie erblickte war ein Gewölbe, von dem sie nicht wusste, dass es das in der Oase überhaupt gab, und ein altes Relikt, dass dort schlief. Angezogen wie von einer geheimnisvollen Macht ging sie darauf zu, nur um ihren Vater vor sich auftauchen zu sehen. Angesichts des Ortes und was sie gesehen hatte gab es für Fatih ibn Sulmahadim nur zwei Möglichkeiten: Das Geheimnis zu bewahren, indem er seine Tochter für immer zum Schweigen brachte, oder das Geheimnis gemeinsam mit ihr zu bewahren. Er entschied sich für zweiteres und weihte sie in die Bruderschaft des Wolfes ein – die erste Frau, die es je in ihren Reihen gab. Doch erneut musste Oymira feststellen, dass man als Frau, selbst als Amadahim, alles doppelt und dreifach so gut schaffen musste für die gleiche Anerkennung wie ein Mann. Die erntete schnell das Vertrauen ihrer Brüder und wurde zur Hüterin des Herzens des Dämonenfürsten, doch sie strebte nach mehr. Sie strebte nach den höheren Posten in der Bruderschaft. Nach der Nachfolge ihres Vaters. Jedoch konnte sie die Gespräche der Brüder nicht ignorieren, die sie hinter ihrem Rücken führten. Die sie verspotteten und in ihr niemals mehr sehen würden als eine einfache Hüterin.
Eines Nachts hütete Oymira erneut das Herz, ihre Augen auf das uralte Relikt gerichtet, doch ihr Blick ging ins Leere. Sie hörte die Stimmen der Brüder, die sie verspotteten. Spürte den Neid auf die Männer und wie leicht sie es hatten all das zu erlangen, was sie wollte. Sehnte sich nach Ruhm, Macht und Ehre. Als plötzlich ein strahlendes blaues Licht von der Reliquie ausging. Oymira glaubte den Herzschlag in ihrem eigenen Körper widerhallen zu spüren und fühlte eine Präsens. Mächtig. Fürchterlich. Verlockend und Abstoßend zu gleich. Und doch… ein Sog, ein unbändiges Verlangen ließ sie die Hand ausstrecken. Sie bemerkte nicht einmal die Schritte, die ihre Füße auf das Herz zutaten. Ihre Finger zitterten, ihr Herz bebte im Takt mit dem fremden Schlag. Sie wollte es. Brauchte es! Und doch war ihr Verstand wie gelähmt vor Angst, als ihr Körper nach dem dämonischen Artefakt griff und es berührte. Ein Rausch der Macht und Entschlossenheit überkam sie und raubte ihr den Atem. In dem Bruchteil eines Augenblicks, der wie eine Ewigkeit verweilte, wurde eine Verbindung geknüpft, die Oymira klarsehen ließ, was ihr alles zustand. Und was sie dafür zu tun hatte… Jede weitere Nacht wachte Oymira über das Herz, hingezogen und abgestoßen von dessen Macht und immer mehr dessen Zauber erliegend. Sie schmiedete einen Plan. Das Herz sollte ihr gehören. Nur ihr. Nicht der Bruderschaft, die sie ohnehin nicht wertschätzte. So nutzte sie schließlich einen Wachwechsel, tötete ihren Bruder, täuschte vor, dass auch sie überwältig worden wäre und sich schwer verletzt in die Wüste den Angreifern hinterher geschleift hätte, und floh mit dem Herz in ihrem Beutel aus der Oase Terekh in die Richtung, die das Herz ihr wies – nach Virinlassih. Nur ein einziges Gesicht verdrängte sie immer wieder. Zu schmerzhaft war das Wissen, welche Enttäuschung darin liegen würde, wenn er je von ihren Taten erfuhr: Das ihres Vaters. Ihres Mentors. Des einzigen Mannes, der immer an sie geglaubt hatte.
Die Suche nach den Reliquien des Dämonenfürsten
In Virinlassih traf Oymira auf einen Mann, den Mann Abel der Honighändler nannte und sie kamen ins Gespräch. Charmant machte er ihr Komplimente, besonders für ihre Stärke als Amadahim und zeigte sich überrascht, dass eine Frau wie sie nicht viel höheres Ansehen genoss. Er kenne da jemanden wie sie, sagte er, und gab ihr einen Ring. Einen magischen Ring, über den eine einflussreiche rau sie Kontaktieren würde und den sie sich arglos an den Finger steckte. Zu arglos, denn einmal angelegt ließ er sich nicht mehr abstreifen. Mehr noch. Genährt durch Oymiras Lebenskraft trat diese einflussreiche Person, die sich mit Gerone von Berg und vielen anderen Titeln vorstellte, mit ihr in Verbindung. Sie versprach der jungen Kämpferin einen Handel: Macht, Einfluss, Ruhm und Reichtum, wenn sie ihr im Austausch nicht nur das Herz sondern auch die anderen Reliquien beschaffen würde. Oymira, gelockt durch diese Aussicht auf alles, was ihr bisher von den Männern verwehrt wurde, ging den Handel ein. Mithilfe des Herzens fand Oymira die Bruderschaft in Virinlassih und überfiel mit einem Trupp an Handlangern der Baronin deren Haus, um den Arm des Dämonenfürsten daraus zu stehlen. Diese sollten ihn nach Briq-Lo zur Baronin bringen, während Oymira sich auf die Suche nach der nächsten Reliquie machte. Doch ein zorniger Hilfeschrei der Baronin zwang sie dazu die Pläne zu ändern, da die Bruderschaft durch ihre Mitglieder aus Amhallah von dem Diebstahl erfahren und den Arm zurückerlangt hatte. So reiste sie nach Amhallah, fand ihre Brüder sowie den Arm und tötete die Männer im Schlaf. Mit den beiden Reliquien weiter zu reisen schien Oymira zu gefährlich, so beschloss sie Arm und Herz auf einem Boronanger zu verstecken. Von letzterem trennte sie sich nur äußerst widerwillig, doch die Vorstellung, dass es in die Hände anderer, selbst ihrer vermeintlichen Gönnerin fiel, war ihr noch stärker zuwider. Am Abend, bevor sie sich weiter auf die Suche machen wollte, standen plötzlich vier Männer vor der Tür: Das hochrangige Mitglied der Bruderschaft Rabin Al'Shuf, der Nostrier Orasilas, der halbelfische Autor Lysander und der Ferkinaschamane Abtul. Mit einer Karte von Rabin ging Oymira gemeinsam mit den drei Ungläubigen auf die Suche nach den Reliquien, vermeintlich, um sie zu Schützen, doch insgeheim mit anderen Zielen im Kopf.
Trivia
Oymira ist beidhändig, weshalb sie ohne Einschränkungen den Kampf mit 2 Kunchomern beherrscht.
Sie hat nur noch 9 Finger, nachdem sie sich den linken Ringfinger mitsamt dem Ring der Baronin selbst abschnitt.